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JOSCH DER FROSCH
15.04.2010
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Sommerausstellung „Von Sauriern und Säbelzahntigern“: Ein ganz besonderer Trip durch die Erdgeschichte
Welche Lebewesen brachte die Evolution hervor? Wann erfolgte die Besiedlung des
Wassers, des Festlandes und der Lüfte? – Ab dem 30. April gibt es in der
Biosphäre Potsdam darauf eine Antwort.
Am 30. April 2010 eröffnet die Biosphäre ihre große
Sommerausstellung „Von Sauriern und Säbelzahntigern – Eine gigantische Zeitreise
durch die Geschichte des Lebens“. Lebensgroße Modelle urzeitlicher Tiere wie
Säbelzahntiger, Mammut oder Saurier bevölkern bis zum 30. August vier Monate
lang die Tropenwelt in der Landeshauptstadt.
Die Biosphäre Potsdam verwandelt sich in den
Sommermonaten in ein Urzeitmuseum. Zwischen Tropenbäumen und Mangrovensümpfen
tummeln sich die unterschiedlichsten Geschöpfe, die die Evolution in mehr als
400 Millionen Jahren hervorgebracht hat. Große Bodentafeln führen den Besucher
durch die verschiedenen Erdzeitalter. Über die Tierexponate zu den einzelnen
Epochen werden die Besucher mit ausführlichen Texttafeln informiert.
Die Ausstellung nimmt die Besucher mit auf eine
Zeitreise durch die Geschichte des Lebens. Die Geschichte beginnt dort, wo alles
anfing: beim Urknall. Der erste Teil der Ausstellung, bevor man die Tropenhalle
betritt, führt zunächst durch die Erdurzeit (vor 4,6 Milliarden-542 Millionen
Jahren).
Danach geht es in den riesigen urzeitlichen
Tropengarten. Um den Besuchern einen besseren Überblick über die
Entstehungsgeschichte des Lebens auf unserem Planten zu geben, ist die Halle in
drei Bereiche eingeteilt, die das Leben im Erdaltertum (vor 542-251 Millionen
Jahren), Erdmittelalter (vor 251-65 Millionen Jahren) und der Erdneuzeit (vor 65
Millionen Jahren bis heute) zeigen.
Bis zum Beginn der Ausstellung am 30. April stellen
wir in loser Folge einige der ausgestellten Exponate vor.
Im Bereich des Erdaltertums wird den Besuchern das
Modell der berühmten ersten Amphibie gezeigt. Der sogenannte Ichthyostega oder auch „Dachschädler“ lebte sowohl im
Wasser als auch an Land. Man kann ihn als „Brückentier“ für den evolutionären
Übergang vom Wasser zum Landleben bezeichnen. Diese Uramphibie lebte vor 380
Millionen Jahren im Erdaltertum. Er hatte vier kräftige Gliedmaßen und
paddelförmige Hinterfüße, mit denen er sich sowohl im Wasser, als auch auf dem
Land fortbewegen konnte.
Im Erdmittelalter entwickelten die Reptilien eine
enorme Artenvielfalt. Es entstanden zum Beispiel säugetierähnliche Reptilien
wie der Cynognathus, auf deutsch: Hundekiefer.
Der Cynognathus lebte vor rund 240 Millionen Jahren in der Trias Südamerikas und
sah mit seinem Fell und seinem spezialisierten Gebiss den heutigen Raubtieren
sehr ähnlich. Er gilt als „Brückentier“ zwischen Reptilien und Säugetieren,
legte allerdings wie die Reptilien noch Eier.
Die Ausstellung „Von Sauriern und Säbelzahntigern –
Eine gigantische Zeitreise durch die Geschichte des Lebens“ wird ein
faszinierendes Erlebnis für die ganze Familie und bietet einen interessanten
Einblick in die Entstehungsgeschichte der Arten.
Zur Ausstellung haben die Biosphäre-Experten eine
spannende Führung durch die verschiedenen Erdzeitalter zusammengestellt. Im
ersten Ausstellungsmonat kann man sie am 9. und 29. Mai auf dem Weg durch den
„Urzeitdschungel“ begleiten.
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