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JOSCH DER FROSCH
01.09.2010
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Biosphäre Potsdam: TATORT NATUR – Biologische Vielfalt und der Ausverkauf der Arten
Neue Ausstellung heute in der Potsdamer Tropenwelt eröffnet
Passend zum „Internationalen Jahr der Biodiversität 2010“ der Vereinten
Nationen wurde heute in der Biosphäre Potsdam die Ausstellung „TATORT
NATUR – Biologische Vielfalt und der Ausverkauf der Arten“ eröffnet.
Vom 1. September bis 30. November macht die Potsdamer Tropenwelt mit der neuen
Ausstellung sowohl auf die Bedeutung biologischer Vielfalt für das menschliche
Leben und dessen Entwicklung als auch auf akute Gefahren, die den Artenreichtum
bedrohen, aufmerksam. In der neuen Ausstellung „TATORT NATUR“ rücken diese zwei
eng miteinander verknüpften Themen in den Fokus und werden anschaulich
aufgearbeitet.
Die Ausstellung wurde durch den Präsidenten des Landesamtes für Umwelt,
Gesundheit und Verbraucherschutz, Prof. Dr. Matthias Freude und
dem Geschäftsführer der Biosphäre Potsdam GmbH, Eckhard Schaaf,
eröffnet.
Zum einen präsentiert die Biosphäre die Ausstellung „Biologische
Vielfalt“ des Bundesamtes für Naturschutz. Diese Ausstellung macht
deutlich, dass biologische Vielfalt nicht nur den Reichtum an Arten, sondern
auch an Genen und Lebensräumen bedeutet. Und die Bedeutung für unser Leben:
Viele medizinische Wirkstoffe werden aus Pflanzen und Tieren gewonnen, allein in
Europa gibt es über 2.000 Arten von Heilpflanzen. Biologische Vielfalt ist die
Grundlage für die Fruchtbarkeit unserer Böden durch Bodenorganismen sowie für
natürliche Schädlingsbekämpfung. Nicht zuletzt trägt die Vielfalt in Natur und
Lebewesen einen hohen ästhetischen Nutzen und ermöglicht somit moderne
Wohnqualität, Tourismus, aber auch viele Formen der bildenden Kunst.
Zum anderen wird diese Schau eng mit der Ausstellung „CITES – Gegen
den Ausverkauf der Arten“ des Landesamtes für Umwelt, Gesundheit und
Verbraucherschutz Brandenburg (LUGV) verknüpft. Diese befasst sich mit dem
internationalen Handel lebender Tiere und Pflanzen – legal wie illegal – und
seinen fatalen Folgen. Anschauliche Informationstafeln und Exponate
thematisieren den Artenhandel, dessen Überwachung sowie die Artenkriminalität
und deren Bekämpfung.
Zur großen Sonderausstellung „TATORT NATUR – Biologische Vielfalt
und der Ausverkauf der Arten“ bietet die Biosphäre Potsdam natürlich
Führungen, ein Familienrätsel sowie ein buntes
Herbstferienprogramm für den Zeitraum 11. bis 23. Oktober an.
Anlässlich des Jahres der Biodiversität ist ab September in der Biosphäre
für Schulklassen ein Grünes Klassenzimmer zu diesem Thema
buchbar. Dieses pädagogische Angebot richtet sich an Schulklassen der Stufen 4
bis 8, die Aufgaben werden dem Alter der Schüler angepasst. Ziel ist es, ihnen
den Begriff „Biologische Vielfalt“ und deren Bedeutung nahe zu bringen und zu
erklären, warum deren Erhalt so wichtig ist. Die Schüler lernen sowohl die
Dimensionen biologischer Vielfalt und deren zentrale Rolle für den Menschen als
auch die Bedrohungen, denen die unzähligen Spezies, Arten und Lebensräume
ausgesetzt sind, kennen. Die ca. 20.000 Pflanzen und verschiedenen Lebewesen im
Potsdamer Tropenhaus wecken sowohl den Forschergeist der Schüler sowie sie
gleichermaßen ein lebendiges Bild biologischer Vielfalt auf überschaubaren und
selbständig erfahrbaren Raum abgeben.
Neue Sonderausstellung
„TATORT NATUR – Biologische Vielfalt und der Ausverkauf der Arten“ 1. September bis 30. November 2010 in der Biosphäre Potsdam Montag-Freitag
9:00 Uhr – 18:00 Uhr Samstag / Sonntag / Feiertage 10:00 Uhr – 19:00 Uhr Hintergrund:
Internationales Jahr der Biodiversität 2010
Das von den Vereinten Nationen initiierte Aktionsjahr soll weltweit für den drohenden Verlust der biologischen Vielfalt sensibilisieren. Das Jahr steht im Zusammenhang mit der 1992 auf der Weltkonferenz für Umwelt und Entwicklung verabschiedeten Konvention zur biologischen Vielfalt. Die drei Hauptziele der Konvention sind: die Biodiversität zu erhalten, die Nutzung der Bestandteile der Biodiversität nachhaltig zu gestalten und die Vorteile und Gewinne, die sich aus der Nutzung der genetischen Ressourcen ergeben, ausgewogen und gerecht zu verteilen. Biodiversität
Die biologische Vielfalt ist Lebensgrundlage und steht für die Vielfalt der Lebewesen unserer Erde in ihren verschiedenen Lebensräumen und für die Variabilität der Tiere und Pflanzen innerhalb einer Art. CITES
Die Convention on International Trade in Endangered Species of Wild Fauna and Flora (Übereinkommen über den internationalen Handel mit gefährdeten Arten freilebender Tiere und Pflanzen, kurz: CITES) ist gleichermaßen ein Abkommen und eine internationale Organisation, die zum Ziel hat, internationalen Handel soweit zu kontrollieren, dass wildlebende Tiere und Pflanzen nicht aussterben. Für die Durchsetzung der europa- und bundesrechtlichen Regelungen ist im Land Brandenburg das Landesamt für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz Brandenburg zuständig. Um die Inhalte dieser Regelung anschaulich aufzubereiten aber auch um Menschen für das Thema Artenschutz zu sensibilisieren, wurde die Ausstellung „CITES – Gegen den Ausverkauf der Arten“ erarbeitet. |