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Wir präsentieren Ihnen hier eine Auswahl aus der reichhaltigen Tierwelt der Biosphäre Potsdam. Kommen Sie einfach mal in der bunten Potsdamer Tropenwelt vorbei und erleben Vögel, Reptilien, Amphibien, Fische, Spinnen und Insekten in unserer Dschungelwelt.
Anemonenfische //
Amphiprion
VORKOMMEN
Alle Arten leben in den Korallenriffen des tropischen Indopazifik, in Tiefen von einem bis 15 Metern. MERKMALE Die Anemonenfische sind eine Gattung der Riffbarsche (Pomacentridae), die in enger Symbiose mit Seeanemonen leben. Dabei leben die einzelnen Arten nur mit bestimmten Arten von Symbioseanemonen zusammen. Die Symbioseanemonen bieten den Anemonenfischen, die alle schlechte Schwimmer sind, Schutz vor Raubfischen. Auch die Anemonenfische schützen ihre Symbiosepartner vor Fressfeinden, z.B. Falterfische. FORTPFLANZUNG Anemonenfische sind zunächst männlich. Sie leben in Polyandrie, ein Weibchen mit mehreren Männchen, in einer oder einer kleinen Gruppe von Anemonen. Das dominierende, größte Tier in einer Anemone ist immer das einzige Weibchen. Stirbt das Weibchen, wandelt sich das stärkste Männchen innerhalb einer Woche in ein Weibchen um. Die Eier werden in der Nähe des Fußes der Anemone abgelegt. Das Männchen säubert vor dem Ablaichen am Fuß der Anemone das Substrat. Nach der Eiablage wird das Gelege sieben bis acht Tage lang vom Männchen mit Hilfe der Brustflossen gesäubert und befächelt. Die Eier sind orange, im Schnitt zählt man etwa 250 Stück. Nach einer Woche schlüpfen die Larven, die zunächst eine planktonische Lebensweise, aber das Bestreben haben, möglichst in der Nähe des Geburtsortes zu bleiben. Das Larvenstadium dauert zwei bis drei Wochen. Danach streben die Jungfische zum nächsten Korallenriff auf die Suche nach einer Anemone. ERNÄHRUNG Die zwischen acht und 15 Zentimeter lang werdenden Anemonenfische ernähren sich von Zooplankton, einige auch von Algen ![]()
Stabschrecke //
Medauroidea extradentata
VORKOMMEN
Das Herkunftsgebiet der Stabschrecke ist die Region Annam in Vietnam- daher der im Deutschen gebräuchliche Name Annam-Stabschrecke. MERKMALE Die Weibchen werden maximal 110 Millimeter lang und besitzen erkennbar kürzere Antennen als die Männchen. Die Männchen erreichen eine Körperlänge von bis zu 75 Millimetern. Sie sind nicht nur deutlich kleiner, sondern auch sehr viel schlanker als die Weibchen. Annam-Stabschrecken besitzen keine Flügel. Die Grundfarbe ist graubraun bis beige, seltener dunkelbraun oder grün. Die Tiere sind nachtaktiv und beginnen erst im Dunkeln mit der Nahrungsaufnahme, tagsüber wird jede unnötige Bewegung vermieden. Eine nicht durch Störung verursachte Bewegung erfolgt mit einem leicht zu den Seiten hin schaukelnden Gang, mit dem das Schaukeln eines Astes im Wind imitiert wird. Bei einer Störung können die Tiere, besonders die Männchen, allerdings auch relativ schnell laufen. FORTPFLANZUNG Sind Männchen vorhanden, -sie sind seltener als die Weibchen-, paaren sich die Tiere häufig. Andernfalls kann die Fortpflanzung auch ohne die Paarung mit dem Männchen parthenogenetisch (Jungfernzeugung) erfolgen. Die Eier sind 2,5 x 1,5 Millimeter groß, grau, tönnchenförmig und tragen auf dem Eideckel ein schwarzes Häubchen. Die Entwicklung der Tiere in den Eiern ist temperaturabhängig. Sie dauert durchschnittlich etwa drei bis vier Monate. Pro Tag lassen die Stabschrecken ein bis zwei Eier zu Boden fallen, während ihres Lebens legen sie bis zu 1000 Eier. In der Zucht erreichen sie ein Alter von bis zu einem Jahr. ERNÄHRUNG Laub von Brombeeren, Weißdornen, Feuerdornen, Eichen, Haseln, Rosen, Erdbeeren und Johannisbeeren ![]()
Unzertrennliche //
Agaponiden
VORKOMMEN
Unzertrennliche kommen wild im tropischen Afrika vor. Sie zählen gemeinsam mit den Langflügelpapageien und den auf Madagaskar endemisch vorkommenden Vasapapageien zu den typischen Papageienvertretern der Afrotropis. MERKMALE Die Unzertrennlichen sind eine Gattung von kleinen afrikanischen Papageien. Ihr Name rührt von ihrer sehr starken Paarbindung her, die normalerweise ein Leben lang andauert. Ihr extremes Paarverhalten (Kuscheln, Pflegen usw.) hat ihnen auch den Namen „Liebesvögel“ eingebracht. Die Vögel sind zwischen 13 und 18 cm lang und etwa 50 g schwer. Das Gefieder ist überwiegend grün oder gelbgrün. Bei allen Arten außer dem Grünköpfchen sind der Kopf und oft auch die Brust auffällig farbig. Diese Färbung gibt den meisten Arten den Namen. Das Grünköpfchen weist dafür einen schwarzen Nackenring auf. FORTPFLANZUNG Nach der Paarung legt das Weibchen in Abständen von zwei Tagen immer wieder ein Ei. Ein Gelege besteht im Durchschnitt aus etwa 3-5 Eiern. Die Brutpflege ist, ebenso wie der Nestbau, Sache des Weibchens. Das Männchen bleibt jedoch in ihrer Nähe und füttert sie regelmäßig. Gelegentlich verlässt das Weibchen für kurze Zeit das Nest, um zu Trinken oder Kot abzulegen. Nach ca. drei Wochen schlüpfen die Jungen. Sie sind nackt und blind und werden die ersten Wochen von dem Weibchen gefüttert und gewärmt, anschließend übernimmt das Männchen die Fütterung. Mit acht Wochen sind die Jungvögel soweit selbstständig, dass sie fliegen können. ERNÄHRUNG Unzertrennliche ernähren sich von Sämereien, Nüssen, Beeren und anderen Früchten sowie gelegentlich von Insekten und deren Larven. Ihr Schnabel ist sehr kräftig und kann auch hartschalige Nüsse knacken. ![]() |