05.05.2026

Biosphäre Potsdam und Universität Potsdam entwickeln gemeinsam Augmented-Reality-Anwendung für die Naturerlebniswelt 

Die Biosphäre Potsdam erweitert ihr Ausstellungserlebnis um eine neue digitale Dimension: In Kooperation mit dem Lehrstuhl für Wirtschaftsinformatik – Prozesse und Systeme der Universität Potsdam entstand in den letzten Monaten eine Augmented-Reality-Anwendung (AR), die digitale Inhalte direkt in die reale Umgebung der Tropenhalle einblendet. Heute wurde das Projekt offiziell vorgestellt.

Die Anwendung richtet den Blick auf Tiere, Pflanzen und Themenkomplexe, die in der Biosphäre Potsdam (noch) nicht zu sehen sind. Wer sein Smartphone oder Tablet auf bestimmte Stationen richtet, entdeckt Spannendes und Wissenswertes – eingebettet in die reale Umgebung des Regenwalds. Das bestehende Ausstellungsangebot wird so gezielt ergänzt, ohne den Charakter der lebendigen Tropenwelt zu verändern.

Entwickelt wurde die Anwendung von einer Gruppe Studierender, die von der ersten Ideenfindung über die Konzeption bis zur technischen Umsetzung eng mit der Biosphäre Potsdam zusammengearbeitet haben. Erste interaktive Stationen mit tropischen Tieren sind bereits entstanden. Das Projekt zeigt, wie digitale und analoge Erlebnisse in einem naturnahen Ausstellungskontext miteinander verbunden werden können.

„Die Zusammenarbeit mit der Universität Potsdam ist für uns ein gutes Beispiel dafür, wie wir die Biosphäre als Ort für Wissenschaftskommunikation und Innovation weiterentwickeln wollen", sagt Nico Franzen, Geschäftsführer der ProPotsdam Naturerlebnis GmbH. „Hier entsteht kein digitales Zusatzangebot auf Vorrat, sondern etwas, das wirklich aus dem Ort heraus gedacht ist."

Martina Steude, Leiterin der Abteilung Ausstellung und Pädagogik: „Im Regenwald gibt es vieles, das sich dem Blick entzieht – sei es aus Schutzfärbung, weil ein Tier nachtaktiv ist oder schlicht weil es in der Biosphäre nicht gehalten wird. Die AR-Anwendung gibt uns die Möglichkeit, genau diese Lücken auf spielerische Weise zu füllen und Zusammenhänge sichtbar zu machen, die sonst verborgen bleiben."

Das Angebot richtet sich besonders an Familien mit Kindern zwischen etwa 7 und 14 Jahren und ist im Eintrittspreis enthalten.